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Offizielle Vergabe Der Gedenk_potenziale 2023

Offizielle Vergabe der gedenk_potenziale 2023

Am 13. Juni 2022 wurden im Rahmen eines Festaktes im Bürgersaal die mit 20.000 Euro dotierten gedenk_potenziale 2023 offiziell an den Künstler Lucas Norer vergeben.

Die fünfköpfige Fachjury – bestehend aus Dr.in Irmgard Bibermann, Melanie Hollaus, Dr.in Birgit Johler, Mag.a Heidi Schleich und Univ.-Doz. Dr. Horst Schreiber – entschied sich einstimmig für Lucas Norers Projekt „Pausenzeichen“. Der Inhalt ist klar formuliert und und gut rezipierbar: „Die angestrebte Auseinandersetzung mit den ‚Tatorten‘ – die immer auch Opferorte sind – ist nicht nur am Puls der Zeit, sie fehlt bislang auch in der lokalen und regionalen Gedenkkultur weitgehend. In diesem Sinne lässt das Projekt wichtige Impulse erwarten, zumal es sowohl individuell als auch Gruppen, SchülerInnen, etc. zugänglich ist“, so die Begründung der Jury. 

Kulturstadträtin Mag.a Uschi Schwarzl gratulierte dem Preisträger gemeinsam mit der Kulturausschussvorsitzenden GRin Irene Heisz, den Jurymitgliedern Mag.a Heidi Schleich und Dr. Horst Schreiber sowie Dr. Matthias Egger (Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck).

Das Projekt „Pausenzeichen“ rückt vier Täterorte der NS-Repression in Innsbruck in den Mittelpunkt: Die Gestapo-Stelle in der Herrengasse 1, das Polizeigefängnis „Sonne“ in der Salurnerstraße, das Landesgerichtliche Gefangenenhaus in der Schmerlingstraße und das Gestapolager in der Reichenau. Mittels einer Text- und Klangintervention, die auf Originaldokumenten und Zeugenaussagen zum NS-Terror und einem musikalischen Schlagabtausch zwischen NS-Radio und eines englischen Tarnsenders basiert, werden die Orte und Geschehnisse künstlerisch markiert und die historische Relevanz thematisiert.

Das ausgewählte Kunstprojekt wird mit 20.000 Euro gefördert und bis 5. Mai 2023 umgesetzt.

(Fotos: A. Steinacker)

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