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gedenk_potenziale 2023 – Ergebnis der Jury-Sitzung

Im Rahmen der Ausschreibung der gedenk_potenziale 2023 wurden sechs Projektanträge eingereicht, die eine erfreulich hohe Qualität aufwiesen. Nach eingehender Begutachtung und Diskussion der Projektskizzen, hat sich die Jury in ihrer Sitzung am 8. November 2021 einstimmig dafür entschieden, das Projekt „Pausenzeichen“ von Lucas Norer im Rahmen der gedenk_potenziale 2023 zu fördern.

Das Projekt „Pausenzeichen“ ist eine künstlerische Intervention, die vier Täterorte der NS-Repression in Innsbruck markiert und in Bezug zueinander stellt. Dabei handelt es sich um die Gestapo-Stelle in der Herrengasse 1, das Polizeigefängnis „Sonne“, das Landesgerichtliche Gefangenenhaus in der Schmerlingstraße und das Gestapolager in der Reichenau. Vier Orte, die neben ihrer Funktion im Rahmen des NS-Terrors eine mangelhafte, unsensible oder nicht vorhandene Kontextualisierung eint.
Im Rahmen einer Text- und Klangintervention, die auf Originaldokumenten und Zeugenaussagen zum NS-Terror und einem musikalischen Schlagabtausch zwischen NS-Radio und eines englischen Tarnsenders basiert, werden die Orte und Geschehnisse künstlerisch markiert und die historische Relevanz thematisiert.

Die Jury zeigte sich von der klar formulieren und gut rezipierbaren Projektidee überzeugt: „Die angestrebte Auseinandersetzung mit den ‚Tatorten‘ – die immer auch Opferorte sind – ist nicht nur am Puls der Zeit, sie fehlt bislang auch in der lokalen und regionalen Gedenkkultur weitgehend. In diesem Sinne lässt das Projekt wichtige Impulse erwarten, zumal es sowohl individuell als auch Gruppen, SchülerInnen, etc. zugänglich ist“, so die Begründung der Jury im Wortlaut.

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